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Toyota FCV - Das Auto von morgen



Toyota bringt 2015 mit dem FCV das erste Serienauto mit Brennstoffzelle auf den Markt. Ein Elektromotor sorgt für den Antrieb, aus dem Auspuff kommt nur Wasserdampf.

Ein Auto mit Hybridantrieb? Was heute Alltag ist, wurde 1997 mehr als kritisch bewertet. Entsprechend gross waren die Vorbehalte, als Toyota damals den Prius der Weltöffentlichkeit vorstellte. Sechs Millionen verkaufte Autos später sind alle überzeugt - vor allem bei der Konkurrenz.

Entsprechend gross sind die Bemühungen, auch im Elektro-Segment Fuss zu fassen. Nissan investierte fünf Milliarden US-Dollar in die Entwicklung des LEAF, BMW ähnlich viel in die Elektro-Autos i3 und i8. Und dann gibt es da ja noch das aktuelle Wunderkind der Branche namens Tesla.

Wasserdampf statt Abgas
Mitten in den umkämpften Elektromarkt platzt nun Toyotas neustes Projekt namens FCV. Die viertürige Limousine mit Brennstoffzellenantrieb kommt im April 2015 für umgerechnet 62‘000 Franken auf den japanischen Markt. Nur wenige Monate später soll Europa folgen.

Wie bei Tesla & Co. wird das Auto von einem Elektromotor (ca. 130 PS) angetrieben. Der Unterschied liegt bei der Energieerzeugung. In aller Kürze: eine chemische Reaktion zwischen Sauerstoff und dem Brennstoff Wasserstoff erzeugt Energie, diese treibt einen Elektromotor an, der wiederum das Auto bewegt. Der Clou: aus dem Auspuff kommt kein Abgas, sondern nur harmloser Wasserdampf.

Der FCV löst zwei Probleme
Tanken statt Laden: der FCV löst dieses Problem elegant. Die Brennstoffzellen-Konstruktion eliminiert zwei entscheidende Probleme des bekannten Elektromotors. Erstens entfällt das stundenlange Laden, das Tanken dauert wie bei Autos mit Verbrennungsmotoren nur wenige Minuten.

Zweitens kommt das Auto mit einer Tankfüllung weiter als Elektroautos mit einer vollen Akkuladung. Laut den Tests von Toyota sind Fahrten von über 500 km kein Problem. Damit macht der FCV den heutigen Autos Konkurrenz.

Das Infrastruktur-Problem
Annehmbarer Preis, Wasserdampf statt Abgas, kein langes Aufladen – gibt es einen Haken am FCV? Ja. Tankstellen mit Wasserstoff gibt es heute noch kaum. Genau deswegen verdient Toyotas Pionierleistung Respekt – man hätte diesen Grund auch als bequeme Entschuldigung nutzen können. Und wenn es eine Nachfrage gibt, gibt es rasch auch Lösungen – siehe Elektroautos.

Ab Mitte 2015 kann also im FCV friedlich durch die Schweiz geblubbert werden. Es wird spannend, wie – und wann – die Konkurrenz auf diesen Pionier reagiert. Entsprechende Pläne gibt es schon seit Jahren. Toyota gibt nun den Startschuss.

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